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Physischer Schutzbedarf: Service Desk Mitarbeitende

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Gefahrenanalyse, Bewertung und Maßnahmenentwicklung für den physischen Schutzbedarf

Gefahrenanalyse, Bewertung und Maßnahmenentwicklung für den physischen Schutzbedarf

Mitarbeitende am innerbetrieblichen Servicedesk sind potenziellen Gefahren durch Aggressionen und Gewalttaten ausgesetzt. Diese Gefahren können durch unzufriedene Mitarbeitende, interne Konflikte oder externe Bedrohungen entstehen. Da sich die spezifischen Gegebenheiten und Befindlichkeiten von Unternehmen unterscheiden, müssen die Maßnahmen individuell angepasst werden. Ziel einer Analyse ist es, physische Risiken zu identifizieren, objektive Kriterien zur Bewertung dieser Risiken zu definieren und geeignete Schutzmaßnahmen zu entwickeln, um die Sicherheit der Servicedesk-Mitarbeitenden zu gewährleisten. Ein effektiver Schutz der Mitarbeitenden am innerbetrieblichen Servicedesk erfordert ein Sicherheitskonzept, das sich an die spezifischen Gegebenheiten und Befindlichkeiten des Unternehmens anpasst. Durch gezielte Zugangskontrollen, individuelle Deeskalationstrainings, abgestimmte Notfallmaßnahmen und flexible technisch-organisatorische Sicherheitsvorkehrungen kann das Risiko von Gewalt- und Bedrohungssituationen minimiert werden. Die identifizierten Risiken sind anhand objektiver Kriterien zu bewerten, um priorisierte Maßnahmen abzuleiten und eine sichere Arbeitsumgebung zu schaffen, die das Wohlbefinden der Mitarbeitenden langfristig gewährleistet.

Identifikation und Bewertung der Sicherheitsrisiken

Physische Sicherheitsrisiken

Risiko

Eintrittswahrscheinlichkeit (1-5)

Schadensausmaß (1-5)

Risikowertung (E x S)

Aggressive Mitarbeitende

4 4 16

Übergriffe durch betriebsfremde Personen

3 5 15

Gewalt am Arbeitsplatz

3 4 12

Sabotage und Vandalismus

2 3 6

Psychosoziale Risiken

Risiko

Eintrittswahrscheinlichkeit (1-5)

Schadensausmaß (1-5)

Risikowertung (E x S)

Erhöhte psychische Belastung

5 3 15

Angst und Unsicherheitsgefühl

4 3 12

Mobbing und Belästigung

3 4 12

Organisatorische Risiken

Risiko

Eintrittswahrscheinlichkeit (1-5)

Schadensausmaß (1-5)

Risikowertung (E x S)

Fehlende Notfallpläne

4 5 20

Mangelnde Schulungen

3 4 12

Unzureichende Sicherheitsvorkehrungen

4 4 16

Präventive Schutzmaßnahmen

  • Zugangskontrollen: Einsatz von Sicherheitsschleusen oder elektronischen Zutrittskarten, individuell angepasst an betriebliche Gegebenheiten.

  • Videoüberwachung: Installation von Kameras an besonders gefährdeten Bereichen unter Berücksichtigung der Datenschutzrichtlinien.

  • Sicherer Arbeitsplatz: Bereitstellung abschließbarer Räume oder Schreibtische in sensiblen Bereichen, abgestimmt auf Unternehmensbedürfnisse.

  • Personenidentifikation: Verpflichtung zum Tragen von Dienstausweisen für alle Beschäftigten und Besucher zur Erhöhung der Transparenz.

Deeskalations- und Notfallmanagement

  • Deeskalationstrainings: Regelmäßige Schulungen für Mitarbeitende, angepasst an die spezifischen Herausforderungen des Unternehmens.

  • Notfallknöpfe und Alarme: Direkt zugängliche Alarmauslösung bei akuter Bedrohung, basierend auf einer Gefahrenanalyse.

  • Flucht- und Schutzräume: Einrichtung sicherer Rückzugsorte unter Berücksichtigung der räumlichen Gegebenheiten.

  • Notfallkommunikation: Einführung eines abgestimmten Alarmsystems zur schnellen Information des Sicherheitspersonals.

Organisatorische Schutzmaßnahmen

  • Verbindliche Sicherheitsrichtlinien: Entwicklung maßgeschneiderter Richtlinien zur Vermeidung von Bedrohungssituationen.

  • Regelmäßige Schulungen: Individuell angepasste Trainings in Selbstschutz, Notfallverfahren und psychologischer Unterstützung.

  • Psychosoziale Unterstützung: Bereitstellung von Beratungsangeboten und Coaching zur Stärkung der psychischen Widerstandsfähigkeit.

  • Koordination mit Sicherheitsdiensten: Zusammenarbeit mit internen oder externen Sicherheitsdiensten je nach Unternehmensgröße und Struktur.